Saphirkern beleuchtet, welchen dokumentierten Beitrag Kupfer und Mangan zur Erhaltung und Bildung von normalem Bindegewebe leisten. Alle Angaben gemäß EU-Verordnung.
Leitfaden entdeckenBindegewebe ist eine der vier grundlegenden Gewebearten des menschlichen Körpers. Es durchzieht nahezu alle Organe und Strukturen — von Sehnen und Bändern über Knorpel bis hin zu den stützenden Schichten der Haut. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Organe miteinander zu verbinden, mechanische Belastungen aufzufangen und dem Körper seine strukturelle Form zu verleihen.
Das Bindegewebe besteht aus Zellen (vor allem Fibroblasten) und einer extrazellulären Matrix, die aus Kollagenfasern, elastischen Fasern und einer Grundsubstanz zusammengesetzt ist. Die Zusammensetzung dieser Matrix bestimmt die mechanischen Eigenschaften des jeweiligen Gewebes: So ist das Bindegewebe in Sehnen besonders zugfest, während es in der Haut eher elastisch und dehnbar ist.
Für die ordnungsgemäße Bildung und Erhaltung dieser Strukturen benötigt der Körper bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat wissenschaftliche Gutachten erstellt, auf deren Grundlage die EU-Kommission zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für Kupfer und Mangan im Zusammenhang mit Bindegewebe veröffentlicht hat.
Sowohl Kupfer als auch Mangan verfügen über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zum Bindegewebe.
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das als Kofaktor in zahlreichen Enzymsystemen vorkommt. Im Bindegewebe ist Kupfer insbesondere an der Aktivität der Lysyloxidase beteiligt, einem Enzym, das die Quervernetzung von Kollagen- und Elastinfasern katalysiert. Diese Quervernetzungen verleihen dem Bindegewebe seine mechanische Festigkeit und Elastizität.
Innereien, Schalentiere, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte zählen zu den natürlichen Kupferquellen. Der tägliche Referenzwert für Kupfer liegt gemäß EU-Verordnung bei 1 mg.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Mangan ist ein Spurenelement, das an der Aktivierung von Glycosyltransferasen beteiligt ist — Enzymen, die für die Synthese von Proteoglykanen und Glykosaminoglykanen benötigt werden. Diese Moleküle bilden einen wesentlichen Bestandteil der extrazellulären Matrix des Bindegewebes und tragen zur Hydratation und Druckfestigkeit der Grundsubstanz bei.
Nüsse, Haferflocken, Tee, grünes Blattgemüse und Ananas gelten als natürliche Manganquellen. Der tägliche Referenzwert gemäß EU liegt bei 2 mg.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Das Bindegewebe erfüllt im menschlichen Körper eine Vielzahl von Aufgaben. Es macht einen erheblichen Anteil der Gesamtkörpermasse aus und ist an folgenden Prozessen beteiligt:
Da der Körper Bindegewebsstrukturen fortlaufend erneuert und repariert, ist eine kontinuierliche Versorgung mit den notwendigen Baustoffen und Kofaktoren von Bedeutung. Der Kollagenumsatz allein beträgt schätzungsweise 1–2 % der Gesamtmenge pro Tag, was über die Jahre einen vollständigen Austausch bedeutet.
Die Bildung von Bindegewebe beginnt in den Fibroblasten, wo Prokollagen-Moleküle synthetisiert werden. Diese werden aus der Zelle ausgeschleust und im Extrazellulärraum zu Kollagenfibrillen zusammengelagert. Die Quervernetzung dieser Fibrillen ist ein enzymabhängiger Prozess, bei dem Kupfer als Kofaktor der Lysyloxidase eine wissenschaftlich geprüfte Rolle einnimmt.
Parallel dazu werden Proteoglykane synthetisiert, die als Bestandteil der Grundsubstanz Wasser binden und dem Gewebe seine druckaufnehmende Eigenschaft verleihen. Mangan ist an der Aktivierung der hierfür benötigten Glycosyltransferasen beteiligt, gemäß den vorliegenden wissenschaftlichen Bewertungen der EFSA.
Gemäß der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 dürfen für Kupfer und Mangan spezifische gesundheitsbezogene Angaben zum Bindegewebe gemacht werden.
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss über die Nahrung zugeführt werden. Im Zusammenhang mit dem Bindegewebe sei hervorgehoben:
„Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Lysyloxidase, ein kupferabhängiges Enzym, katalysiert die oxidative Desaminierung von Lysin- und Hydroxylysinresten in Kollagen und Elastin. Die daraus resultierenden Aldehydgruppen gehen spontan kovalente Bindungen ein und bilden so die für die mechanische Stabilität des Bindegewebes notwendigen Quervernetzungen.
Mangan kommt im menschlichen Körper in geringen Mengen vor, wobei die höchsten Konzentrationen in Knochen, Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse zu finden sind. Im Kontext der Bindegewebsbildung gilt:
„Mangan trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Auf biochemischer Ebene ist Mangan Bestandteil der mitochondrialen Superoxiddismutase (MnSOD) und aktiviert Glycosyltransferasen, die für die Synthese von Chondroitinsulfat und anderen Glykosaminoglykanen benötigt werden. Diese Moleküle sind ein integraler Bestandteil der Knorpelmatrix und des lockeren Bindegewebes.
Umfassende Informationssammlung zu Kupfer, Mangan und Bindegewebe — basierend auf EU-zugelassenen Angaben.
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